Glühen
Glühverfahren im Vergleich
Verfahren | Temperaturbereich | Ziel / Wirkung | Typische Anwendungsfälle | Ergebnisse / Vorteile |
|---|---|---|---|---|
Spannungsarmglühen | ca. 450–650 °C | Abbau von Eigenspannungen ohne nennenswerte Gefügeänderung | Nach Schweissen, Fräsen, Drehen, Kaltumformung, Guss oder Schmieden | ➤ Reduzierter Verzug bei späterer Bearbeitung |
Weichglühen | ca. 650–800 °C | Umwandlung harter Gefügebestandteile (z. B. Perlit zu Ferrit + Zementit) | Vor spanender Bearbeitung (Drehen, Fräsen), Drahtzug, Kaltverformung | ➤ Deutlich verbesserte Zerspanbarkeit |
Normalglühen | > 800 °C (je nach Stahltyp, oberhalb Ac3) | Einstellung eines gleichmässigen, feinkörnigen Gefüges (z. B. Ferrit-Perlit) | Nach Giessen, Schmieden oder Warmumformung | ➤ Verbesserte Umformbarkeit |
Technische Hinweise zu den Verfahren
- Spannungsarmglühen:
➤ Langsames Aufheizen und kontrolliertes Abkühlen sind entscheidend.
➤ Weniger Bauteilverzug in späteren Prozessen wie Härten oder Nitrieren. - Weichglühen:
➤ Besonders wichtig bei unlegierten oder niedriglegierten Stählen (z. B. C45).
➤ Oft in Kombination mit nachfolgenden Kaltprozessen wie Ziehen oder Walzen. - Normalglühen:
➤ Erzeugt ein gleichmässiges, gut verformbares Gefüge.
➤ Grundlage für viele Wärmebehandlungsstrategien (z. B. Vergüten, Randschichthärten).
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